MFG Kitzingen trauert um Erich Gutjahr

Erich GutjahrDie Modellflug-Gemeinschaft Kitzingen trauert um Erich Gutjahr, einem Modellfliegerkollegen, der über Jahrzehnte aus unserem Verein nicht wegzudenken war.

Erich machte schon in jungen Jahren das Bauen von flugfähigen Modellflugzeugen aus Holz zu seinem Hobby und suchte dann den Kontakt mit Leuten, die diese Leidenschaft mit ihm teilten. Im Mai 1974, nur ein halbes Jahr nach der Gründung der Modellflug-Gemeinschaft Kitzingen, trat er deshalb dem Verein bei und hielt uns 42 Jahre lang bis zu seinem Tod beständig die Treue.

Er war von Beginn an ein aktives Mitglied im wahrsten Sinne des Wortes. Dies nicht nur in Bezug auf seine eigenen fliegerischen Ambitionen, sondern vor allem auch, wenn tatkräftige Unterstützung für die Belange unserer Gemeinschaft gefragt war. Kaum ein Arbeitseinsatz auf dem Flugplatz, bei dem Erich fehlte,  kaum eine Vereinsveranstaltung, bei der sich Erich überhaupt nicht sehen ließ, kaum eine Anfrage wegen eines anstehenden Rasenmähdienstes, der Erich nicht bereitwillig nachkam, und kaum eine Monatsversammlung, die Erich nicht am Tisch seiner gleichaltrigen Fliegerkollegen miterlebte. Seine allseitige und andauernde Hilfsbereitschaft, seine häufige Präsenz, aber auch sein unermüdlicher Einsatz und sein großes Verständnis für den jugendlichen Nachwuchs machten Erich sehr lange zu einer wichtigen, unentbehrlichen Stütze des Vereins. Unvergessen bleiben seine schier unendliche Geduld und seine väterliche Art im Umgang mit den vielen Ferienpasskindern, denen er selbst noch im hohen Alter an der Wurfgleiterstation das Basteln mit Balsaholz näher brachte. Ohnehin legte Erich seinen Schwerpunkt mehr auf das Bauen von Modellflugzeugen, für das Steuern der von ihm erbauten Fluggeräte holte er sich gerne die Unterstützung eines Adjutanten. Für viele von uns wird insbesondere das Bild von Erich und seinem Lieblingsflieger, dem kleinen Holzmodell „Lord“, das er über mehrere Jahrzehnte hinweg nach jedem – nicht gerade seltenen – Absturz liebevoll wieder zusammenflickte, immer im Gedächtnis bleiben.

Mit seiner ansteckenden Begeisterung für sein Hobby brachte Erich auch seinen Sohn Dieter zum Modellflugsport und natürlich mit in unseren Verein.

Der plötzliche Tod von Dieter vor zwei Jahren war für ihn eine Zäsur. Erich zog sich mehr und mehr aus dem Vereinsleben zurück. Aber nach einiger Zeit hörte man am Platz: „Der Lord kommt!“ Nein kein englischer Aristokrat – es war Erich mit seinem Adjutanten. Vor nur wenigen Wochen war der letzte Flug des „Lord“.

Erich Gutjahr hinterlässt in unseren Reihen eine schmerzhafte Lücke. Wir werden ihn sicher in ehrender Erinnerung behalten.

Modellflug-Gemeinschaft Kitzingen e.V.

Wolfgang Hülle, 1. Vorsitzender

Antik-Heli-Treffen 2016

Antik-Heli-Treffen 2016 in Kitzingen

Am 2. und 3. Juli 2016 war es mal wieder soweit: Antik-Heli-Treffen in Kitzingen. Aus ganz Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und auch aus Österreich reisten die Teilnehmer mit ihren Modellhubschraubern, welche mindestens 25 Jahre oder älter sein mussten, zum Treffen an. Insbesondere der Erfahrungsaustausch mit anderen Piloten und das Fliegen mit den „antiken“ Modellhubschraubern stand auf dem Programm. Aber auch die Ersatzteil-Beschaffung ist immer wieder ein Thema, da die Teile ja schon lange nicht mehr produziert werden.

Erfahrungsaustausch

Im Gegensatz zu den vorangegangenen Veranstaltungen wurden dieses Jahr keine neuen Hitze-Rekorde gebrochen. Bei Temperaturen um die 20 Grad Celsius war am Samstag erst mal eine längere Phase mit Schauern zu überstehen. Doch gerade das „schlechte“ Wetter führte zu intensiven Gesprächen unter den Teilnehmern im Zelt. So konnten Geschichten von Früher und zahlreiche Erfahrungen ausgetauscht werden. Bei „schönem“ Wetter wäre dieser Part sicherlich nicht so ausführlich und umfangreich ausgefallen, da man sich mehr mit dem Fliegen beschäftigt hätte. Doch am späteren Nachmittag klarte es dann auf und die Sonne kam zum Vorschein. So konnten am Samstag noch zahlreiche Flüge der Hubschraubermodelle durchgeführt werden. Am Sonntag war es zwar nicht wirklich wärmer, aber dafür deutlich schöner und bis auf ein paar Wolken auch nahezu durchgehend sonnig.

Update: Ein Video-Bericht von Manfred Nöker von Suedwestfalen-Film.de über das Antik-Heli-Treffen 2016 bei der MFG Kitzingen e.V. ist nachfolgend eingebunden.

Interview mit Ing. Dieter Schlüter

Auch dieses Jahr waren wieder der „Vater des Modellhubschraubers“ Ing. Dieter Schlüter und auch Bruno Gottfried zum Treffen nach Kitzingen angereist. Manfred Nöker von Suedwestfalen-Film.de nutzte die Gelegenheit Interviews mit den beiden Pionieren des Modellhubschraubers aufzuzeichnen. Die Interviews führte Wolfram Böhm von der MFGK, der auch schon die Veranstaltung live für die Zuschauer kommentierte. Das Interview zur Entwicklungsgeschichte des Modellhubschraubers mit Ing. Dieter Schlüter ist nachfolgend eingebunden.

Update: Das Interview zur Entwicklungsgeschichte des Kavan Jet Ranger mit Bruno Gottfried ist nachfolgend eingebunden.

Wer sich einen Überblick über das Antik-Heli-Treffen 2016 in Kitzingen verschaffen möchte, findet Bilder von beiden Veranstaltungstagen in den folgenden Bildergalerien:

Weitere Bilder vom Treffen gibt es auf der Homepage von Klaus Schneider und auf der Facebook-Fanpage für Schlüter Modell Helikopter zu sehen. Ein kurzer Bericht von Martin Greiner über die Veranstaltung findet sich bei helioldie.de auf der Seite „Berichte und Informationen über die Antik-Heli-Treffen“.

Antik-Heli-Treffen 2016 in Kitzingen

Antik-Heli-Treffen 2016 in Kitzingen

Endergebnis 31. Frankentablett

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Angenehm warm war es am 01. Mai auf dem Modellflugplatz der MFGK zum 31. Frankentablett, wenn denn da nicht der stürmische Wind gewesen wäre. Morgens kam der noch aus Nord/Nord-Ost, drehte dann Mittags und kam ab sofort aus Osten. Dafür war es den ganzen Tag sonnig und von Regen war keine Spur. 11 Teilnehmer fanden dieses Jahr den Weg nach Kitzingen um mit ihren Elektroseglern am „Jedermann“-Wettbewerb der Klasse F5B-J teilzunehmen. Der Wettbewerb zählt als Teilwettbewerb zur Bavarian Open 2016.
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Martin Hager vom MBC Traunstein gewann das 31. Frankentablett mit 2994 Punkten vor Udo Brunner (MFG Höchstadt/Aisch), der 2920 Punkte erreichte. Dritter wurde Adolf Nüßlein vom AC Teuschnitz mit 2903 Punkten. Leon Gruber vom MFC Dillingen hätte mit seinen 2903 Punkten ebenfalls den dritten Platz der Erwachsenen-Wertung erreicht, aber Leon ist erst 11 Jahre alt und startete somit in der Jugendwertung, die er als einziger jugendlicher Teilnehmer mit dieser super Leistung natürlich gewonnen hat.
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Die weiteren Platzierungen kann man der Ergebnisliste entnehmen:

Ergebnisliste (PDF)

(Update) Die Bildergalerie ist jetzt unter folgendem Link verfügbar:

Bildergalerie 31. Frankentablett F5B-J Bavarian Open 2016

Frankentablett | F5B-J Bavarian Open 2016

Am 01. Mai findet bei uns auf dem Modellflugplatz das 31. Frankentablett statt. Der Wettbewerb für Elektrosegler in der Klasse F5B-J zählt wieder als Teilwettbewerb zur Bavarian Open 2016. Teilnehmer finden alle Infos in der Ausschreibung. Weitere Informationen zum Wettbewerb für Teilnehmer und Zuschauer gibt es auf unserer Seite zum Frankentablett.

MFG Kitzingen trauert um Georg Hülle

Georg Hülle

 

Die Modellflug-Gemeinschaft Kitzingen trauert um ihr Gründungs- und Ehrenmitglied und ihren Fliegerkollegen

Georg Hülle

der am 05.04.2016 im gesegneten Alter von 94 Jahren verstorben ist.

Der Modellflug war die gelebte Leidenschaft von Georg Hülle.

 

Schon seit frühester Jugend war er vom Modellbauvirus infiziert und baute Modelle. Bis ins hohe Alter steuerte Georg Hülle Modellflugzeuge und war bis zu seinem Tod am Vereinsleben rege interessiert.

1973 gründete er zusammen mit anderen flugbegeisterten Enthusiasten die Modellflug-Gemeinschaft Kitzingen. Er ging nicht nur seinem Hobby als aktives Mitglied nach,  sondern er engagierte sich immer für die Belange der Gemeinschaft in vorbildhafter Weise. Gerade in den schwierigen Anfangsjahren bekleidete er das Amt des 2. Vorsitzenden von 1974 bis 1992. Seine Tatkraft, seine Ideen sowie seine Gabe, andere zu motivieren, führten nach der Anlegung von 2 Flugplätzen, die wieder aufgegeben werden mussten, dann 1976 zu dem heutigen Platz. Die Begriffe „Geht nicht“ oder „Totalschaden“ gab es im Vokabular von unserem „Schorsch“ nicht; er war immer um praktische Problemlösungen bemüht und verfolgte seine Ziele mit bemerkenswerter Geduld und Hingabe. Sein handwerkliches Können, seine unkomplizierte Herangehensweise und sein anpackendes Wesen waren gerade auch in den Anfangsjahren des Vereins sehr hilfreich gewesen und haben zur positiven Entwicklung maßgeblich beigetragen.

Aber nicht nur die Arbeit war seine Welt – unvergessen die Vereinsfeiern. So zum Beispiel das jährliche Ostereiersuchen für die Kinder am Platz, die er noch mit eigenen lustigen Gedichten ausschmückte. Er stellte seine persönlichen Interessen immer in den Hintergrund. Die Gemeinschaft und der Verein hatten für ihn immer höchste Priorität.

Georg Hülle wurde 1992 mit der silbernen Ehrennadel des Luftsportverbandes Bayern ausgezeichnet und im gleichen Jahr zum Ehrenmitglied der Modellflug-Gemeinschaft ernannt.

Schwere körperliche Arbeit schreckte ihn ja auch im Berufsleben nicht. Umso bemerkenswerter war sein handwerkliches Feingefühl beim Bau von seinen Modellen. Er baute diese nicht nur, nein er verbesserte seine Modelle, bis die Konstruktion seinen hohen Ansprüchen genügte.

Hervorzuheben sind insbesondere seine große Hilfsbereitschaft, seine Verdienste um die Förderung jugendlicher Piloten, seine Loyalität und seine ruhige, freundliche und lebensbejahende Art.

Selbst im hohen Alter engagierte er sich an den Juniorflugtagen an der Wurfgleiterstation und half vielen Ferienkindern beim Umgang mit Balsaholz. Er sorgte damit für deren erste Erfolgserlebnisse.

Mit seiner ansteckenden Begeisterung brachte er auch seine beiden eigenen Kinder zum Modellflugsport, so dass diese Meisterschaften gewinnen konnten. Seinen Sohn führte er behutsam zu seinem Hobby. Dieser durfte bei dem damals üblichen Fesselflug als Starthelfer fungieren. Das Problem – Wolfgangs Startwurf endete immer im Dreck und einer daraufhin notwendigen Reparatur. Also war Schorsch´s Problemlösung: Vater macht den Startwurf und „Klein Wolfgang“ hält die Leinen und fliegt. So mutierte Schorsch zum Starthelfer und Schmiermaxe, Sohn Wolfgang steuerte die Modelle.

Als Ehrenmitglied ließ er es sich nicht nehmen, jährlich einen Pokal für den besten jugendlichen Teilnehmer des Vereinswettbewerbs zu stiften und diesen im feierlichen Rahmen persönlich zu übergeben. Ein absolutes Highlight für ihn war dann natürlich die Siegerehrung des Wettbewerbes 2015, als er den Pokal für den besten teilnehmenden Jugendlichen seinem Enkel Stefan überreichen konnte und dieser nicht nur bester Jugendlicher war, sondern auch noch Gesamtsieger. Zitat:  „Dass ich das noch erleben durfte!“

In der Modellflug-Gemeinschaft Kitzingen hinterlässt Georg Hülle als geschätzter Fliegerkollege und als guter Freund eine große und sehr schmerzhafte Lücke. Er bleibt unvergessen und wird in der Erinnerung weiter unter uns sein.

Es ist wie bei einem Schiff, das am Meereshorizont verschwindet – es ist nicht mehr zu sehen, aber es ist noch da.

Unser besonderes Mitgefühl gilt seiner Frau, seinen beiden Kindern und Schwiegerkindern, seinen Enkeln und seinen Angehörigen.

Modellflug-Gemeinschaft Kitzingen e.V.